Alte-Apotheke

Das Team der Al­ten Apo­the­ke
hei­ßt Sie herz­lich will­kom­men!


Die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Al­te Apo­the­ke in Ble­cke­de ent­spricht den mo­derns­ten An­for­de­run­gen.

Wir sind zertifiziert!


Um zu dokumentieren, wie wichtig uns maximale Qualität ist, sind wir QMS-zertifiziert und präqualifiziert für die Versorgung unserer Kunden aller Krankenkassen mit Hilfsmitteln.


Wir halten höchste Sicherheits- und Handlungsstandards ein, bilden uns regelmäßig fort und arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung aller Apothekenabläufe. So können Sie sicher sein, dass bei uns Ihre optimale Beratung und Versorgung an erster Stelle steht.

Die Ge­schich­te der Al­te Apo­the­ke in Ble­cke­de


Seit 285 Jah­ren das ein­zi­ge in Fol­ge noch exis­tie­ren­de Un­ter­neh­men in der nun­mehr 800-jäh­ri­gen Stadt.

Von jeher war der Begleiter des Menschen neben den „Guten Dingen“ die Angst vor Krankheit, Schmerz und Tod. Aus dieser Sorge um das Leben und in dem Willen, diese Ängste und Krankheiten zu lindern, entwickelten sich Fähigkeiten und Wissen über die Linderung und Behandlung der Leiden. Es entstand der Beruf des Alchimisten, aus dem die Berufe Arzt und Apotheker hervorgingen. Zunächst der des Arztes und später der des Apothekers.

Über die ersten Apotheken in Deutschland wird berichtet aus dem 12. Jahrhundert, z.B. in Köln, Lübeck usw., die allerdings in keiner Weise vergleichbar waren mit den heutigen Apotheken. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Beruf des Apothekers vom reinen Lehrberuf zu einem Beruf, dessen Ausübung nur mit einem Hochschulstudium zu erlangen war (seit 1725 in Preußen eingeführt).

Alte Rezeptur


Wie war nun die Entwicklung in dem kleinen „Flecken Bleckede“? Nachdem sich im Jahre 1710 zum ersten Mal ein Arzt in Bleckede niedergelassen hatte, war es den Bürgern nur möglich, Arzneien aus der bereits in Lüneburg bestehenden Apotheke, der „Alte Rats-Apotheke“, der ältesten Apotheke dieser Region, zu bekommen, und zwar durch Boten oder selbst mit Pferd und Wagen.

Vor dieser Zeit behalf man sich mit Kräutern, die von Kräuterweibern feilgeboten wurden, oder mit den Künsten des Scharfrichters „Kücken“. Seine alles heilende Salbe war berühmt, auch war es ihm gestattet, bestimmte Knochenbrüche zu behandeln.

Der erste Apotheker

Zu dem im Jahre 1710 nach Bleckede gekommenen Arzt kam dann im Jahre 1735 auch eine Apotheke nach Bleckede.

Der Initiative Georg der Anderen, König von Großbritannien, Frankreich und Irland, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, ist es zu verdanken, dass sich hier in Bleckede ein Apotheker niederließ. In einer feierlichen Urkunde, ausgefertigt am 13. Januar 1735, wurde dem Apotheker Carl Friedrich Michaelis diese Konzession erteilt, nachdem er erklärt hatte, „dass er gewillet wäre, in Unserm Städtlein Bleckede sich häuslich niederzulassen und eine tüchtige Apotheke anzulegen“.


Apo­the­ker Carl Fried­rich Mi­chae­lis

Dem Apo­the­ker Mi­chae­lis wird in die­sem Pa­pier aus­drück­lich das Recht zu­ge­spro­chen, ne­ben den üb­li­chen Me­di­ka­men­ten auch „Ge­würz­kon­fi­tü­ren und der­glei­chen Wa­ren“ zu ver­kau­fen und „al­ler­hand Li­queurs wie auch Wein, des­glei­chen Franz- und Rei­ni­sche Brannt­wei­ne“ aus­zu­schen­ken.

Apo­the­ker Mi­chae­lis, des­sen Por­trait noch heu­te in der „Al­ten Apo­the­ke“ zu se­hen ist, fand zu­nächst hier in Ble­cke­de in der Zoll­straße in ei­nem in­zwi­schen ab­ge­ris­se­nen Haus ei­ne Blei­be und erst Jah­re spä­ter ent­stand die Apo­the­ke an dem noch heu­ti­gen Stand­ort. Da­mit stieg der Apo­the­ker vom ein­fa­chen Ein­woh­ner zum voll­be­rech­tig­ten Bür­ger auf.   

Das Privileg


Der neue Bürger hatte auf dem Rathaus den Bürgereid zu leisten, er musste geloben, dem König, der Regierung, den königlichen Beamten und dem Bleckeder Magistrat „getreu und hold“ zu sein. Gleichsam musste der Neubürger versprechen, „dort sich nicht finden zu lassen, wo wider Seine Königliche Majestät oder dessen Regierung oder die Beamten oder den Magistrat geredet oder gehandelt werden könnte oder möchte!“

Was für eine Zeit, in der man den Bürger einen solchen Eid schwören ließ! 



Für sich selbst beanspruchte der Magistrat dann noch das Gelöbnis des Neubürgers, „alle Gerechtigkeiten des Fleckens an Wiesen, Weiden, Holzungen, Grenzen oder sonstigen Gerechtsamen beschützen zu helfen“.

Um der Apotheke einen günstigen Platz zu verschaffen, hatte Apotheker Michaelis vom Magistrat des Fleckens ein Grundstück, die Bürgerstelle 39, erworben. Ein zunächst kleiner Platz am Markt, der für die jetzt dort gelegene Apotheke wenig Raum bot und die Apotheke so weder Hofraum noch Garten hatte.


Apo­the­ke um 1900

Die Fa­mi­lie Busch

Nach­fol­ger von Carl Fried­rich Mi­chae­lis wur­de im Jah­re 1764 sein Schwie­ger­sohn Apo­the­ker Ge­org Wil­helm Busch, zwei­ter Sohn des Pas­tors Busch in Lan­gen­dorf bei Salz­we­del. Die­ser er­warb im Jah­re 1790 nach ei­ner öf­fent­li­chen Ver­stei­ge­rung ei­nen hin­ter dem Haus be­find­li­chen wüs­ten Platz mit ei­ner Scheu­ne ge­gen ei­nen jähr­li­chen Grund­zins von 4 Ta­lern als un­be­schränk­tes Ei­gen­tum, denn ur­sprüng­lich war mit der Apo­the­ke ei­ne Land­wirt­schaft ver­bun­den. Die al­te Scheu­ne wur­de erst 1914 ab­ge­ris­sen und ein Wohn­flü­gel an­ge­baut.

Mit der Über­nah­me der Apo­the­ke durch Ge­org Wil­helm Busch wur­de von Ge­org III. das Pri­vi­leg für ihn und al­le männ­li­chen wie weib­li­chen Nach­kom­men er­neu­ert. So be­gann ei­ne fast 200 Jah­re dau­ern­de Apo­the­ken­dy­nas­tie der Fa­mi­lie Busch.

Dr. Carl Busch  

Johann Christian Wilhelm Busch, Sohn des Apothekers Georg Wilhelm Busch, der zunächst in dem Bürgerhaus der Bürgerstelle 25 wohnte - heute ist hier die Bleckeder Zeitung beheimatet -, zog dann ca. 10 Jahre später in das Apothekenhaus. Da auf dem Gebäude und Grundstück der Bürgerstelle 25 aber alte Bürgerrechte lagen, konnte er so diese wertvollen Anrechte behalten und mitnehmen zu seiner neuen Bleibe.


In den knapp 200 Jahren, die die Apotheke im Besitz der Familie Busch war, wurde das im Mittelpunkt der Stadt stehende Steinhaus mit dem Anbau für ein Laboratorium ein zentraler Platz in dem damaligen Kreis Bleckede für die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneien. 



Die Apotheke führte in diesen Jahren den Namen „privilegierte APOTHEKE Dr. Busch“. Von 1899 bis 1947 führte die Apotheke Dr. phil Carl Busch, der verheiratet war mit der ältesten Tochter Friederike des Zimmermeisters Klinge, eine sehr wohlhabende Familie in Bleckede.

Apotheker Carl Busch war in Bleckede ein sehr angesehener Bürger. Er war nicht nur Apotheker, er gehörte dem Magistrat an, war im Kreistag und war Bürgermeister. Noch heute erinnert die „Dr. Carl Busch Straße“ an diese Bleckeder Persönlichkeit.


Apo­the­ke um 1930 


Durch die Hei­rat mit Frie­de­ri­ke Klin­ge wa­ren nun zwei Fa­mi­li­en zu­sam­men ge­kom­men, die je­weils sehr be­kann­te Fa­mi­li­en­zwei­ge nach Ble­cke­de brach­ten. Die Fa­mi­lie Busch war mit der Fa­mi­lie See­ler, be­kannt durch den ehe­ma­li­gen Ham­bur­ger Se­na­tor Dr. See­ler und den be­kann­ten Fuß­bal­ler Uwe See­ler, ver­wandt. Die Fa­mi­lie Klin­ge war mit der Fa­mi­lie Mohr­but­ter ver­wandt, hier ist be­son­ders der Ma­ler Al­fred Mohr­but­ter zu nen­nen.

Da die Ehe zwi­schen Dr. Carl Busch und Frie­de­ri­ke Busch kin­der­los blieb, wur­de die Apo­the­ke nach dem To­de Carl Buschs im Jah­re 1947 von sei­ner Wit­we ver­pach­tet, u.a. an Apo­the­ker Her­mann Sand­mann, der bis 1959 die­se Pacht hat­te und zum En­de die­ser Pacht­zeit sich ei­ne Apo­the­ke, die „Neue Apo­the­ke“, er­rich­te­te.

Apo­the­ker Carl Nae­ge­li, der 1958 aus der DDR ge­flo­hen war und dort eben­falls ei­ne be­reits 1617 ge­grün­de­te Apo­the­ke von sei­nem Va­ter über­nom­men hat­te, fand so für sich und sei­ne Fa­mi­lie ei­ne neue Hei­mat. 

Un­ter sei­ner Lei­tung wur­de die Apo­the­ke von der Schloss­straße nach grö­ße­rem Um­bau ver­legt, so dass der Ein­gang und Ver­kaufs­raum nun zu Brei­ten­straße hin war.

Apotheker Carl Naegeli 


Auch Apotheker Carl Naegeli entstammte einer Pharmazeutenfamilie und hat den Beruf an die folgende Generation weitergegeben. Seine drei Kinder wurden alle Apotheker, von denen der jüngste Sohn Eberhard Naegeli im Jahre 1975 die Apotheke in Bleckede übernahm. Unter seiner Leitung wurde die Apotheke von „privilegierte Apotheke Dr. Busch“ 1978 in „Alte Apotheke“ umbenannt. Apotheker Eberhard Naegeli baute dann die Apothekenräume mehrmals um und gab der Apotheke 1992 mit der Umgestaltung des Eingangsbereiches ihr heutiges Aussehen.

Aber wie schon bei den Umbauten, die Apotheker Carl Naegeli vornahm, achtete auch Eberhard Naegeli auf die Wahrung der Tradition, und so wurden zeitgemäße Umgestaltungen, die einen modernen Apothekenbetrieb ermöglichten, unter Wahrung traditioneller Elemente bewahrt. So sind in den Räumen der „Alte Apotheke“ manche Erinnerungen an vergangene Zeiten zu finden.

Da ist der große Mörser aus Eisen, in dem Generationen von Bleckeder Apothekern ihre Arzneistoffe und getrocknete Pflanzenteile (Drogen) mit dem Stößel zu Pulver zerrieben haben, um sie dann auf der Apothekenwaage fein säuberlich auf die vorgeschriebene Menge nach Unze und Gran abzuwiegen. Daneben erzählt die alte Kräuterpresse aus dem 18. Jahrhundert von den Zeiten, in denen der Apotheker noch Muße fand, sich einen Kräutergarten anzulegen und manche Heilpflanze selber zu ziehen, bzw. die Pflanzen verarbeitete, die er in der freien Natur sammelte.   

Apotheker Sandmann am Fenster zur 750-Jahr-Feier

So ließen sich noch viele interessanten Dinge, Instrumente und Arbeitsgeräte aus den Anfängen der Bleckeder Apotheke aufzählen, die immer noch in den Räumen der Apotheke zu finden sind.


Wie auch die Apotheker der Familie Busch und besonders Apotheker Dr. Carl Busch sich der Tradition dieses ehrwürdigen Berufes verpflichtet fühlten und neben dem beruflichen sich auch den kommunalen Aufgaben widmeten, so fühlten sich auch die Apotheker Carl Naegeli und auch sein Sohn Eberhard dem Gemeinwohl verpflichtet und gehörten jeweils dem Stadtrat und vielen Vereinen an und nahmen so aktiv und gestalterisch am Leben in Bleckede teil.

Die Apotheke heute

Nachdem die Bleckeder Apotheke nun fast 50 Jahre im Besitz der Familie Naegeli war und aus der Familie von Eberhard Naegeli kein Apotheker in Bleckede sesshaft werden wollte, wurde die Apotheke verkauft und ging am 01. August 2008 in den Besitz einer neuen jüngeren Generation über.


Frau Apothekerin Inken Weiseth hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, die Tradition dieser altehrwürdigen Apotheke zu wahren und ihren Ruf, den diese jetzt fast 300-jährige Apotheke in Bleckede und über die Stadtgrenzen hinaus über die Generation von Apothekern erworben hat, weiter zu hegen und zu pflegen.

SCHAUEN SIE BEI UNS REIN.


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Hier haben wir ein "digitales Museum" mit historischen Fundstücken erstellt. Bei Interesse präsentieren wir Ihnen die Raritäten aus dem alten Apothekenwesen auch persönlich.

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